Angesichts einer Weltlage, in der die bisherige Weltordnung zu zerbrechen scheint, bewaffnete Konflikte weltweit wieder zunehmen und Gewalt in vielen Regionen eskaliert, widmet sich dieses Panel den zentralen Fragen moderner Friedensprozesse: Wie entsteht heute Frieden – und was verhindert ihn?
Ausgangspunkt der Diskussion ist die ARTE-Dokumentation „Den Frieden gewinnen“, die aktuelle Konfliktdynamiken und Friedensbemühungen in verschiedenen Regionen der Welt beleuchtet. Der Film zeigt unter anderem, wie neben militärischer Gewalt zunehmend Narrative, soziale Medien und gesellschaftliche Deutungskämpfe eine entscheidende Rolle spielen. Er begleitet junge Aktivistinnen im Kosovo, die mit unterschiedlichen Kriegsnarrativen aufgewachsen sind und heute versuchen, diese zu hinterfragen und zu verändern. Ergänzend kommen Expert:innen und Friedenspraktiker:innen zu Wort, die Einblicke in heutige Konflikt- und Friedensdynamiken geben – von der Ukraine über den Nahen Osten bis Nordirland.
Auf dem Podium diskutieren Fachleute aus Forschung und Praxis, welche Lehren sich aus diesen Perspektiven ziehen lassen und wie Zivilgesellschaft, Politik, Militär und internationales Recht zur Stabilisierung von Frieden beitragen können.
Podium:
- Cornelius Adebahr, Co-Executive Director, Institute for Strategic Dialogue
- Beatrix Austin, Leiterin der Abteilung Conflict Transformation Research der Berghof Foundation
- und Juliane Tutein, Autorin der Dokumentation
Moderation: Sandra Maischberger
Der Film ist eine Produktion von ARTE/NDR/ORF/Vincent Productions.