Streit, eine Kunst

Streit gilt oft als Störung oder Eskalation, als Zeichen von Uneinigkeit. Gleichzeitig liegt in jeder Auseinandersetzung die Möglichkeit, sich zu verständigen und Positionen auszuhandeln — sie ist damit Grundlage für eine lebendige Demokratie. Ob wir als Gesellschaft in Zeiten zugespitzter und emotional aufgeladener Debatten streiten, ist also nicht die Frage, sondern wie wir dabei drängende Themen konstruktiv weiterdenken. Kunst und kulturelle Bildung können hierfür andere Impulse setzen: Sie helfen, ungewöhnliche Strategien zu entwickeln, neue Formen des Austauschs zu erproben und damit auch Perspektiven zu weiten. Zugleich sind Kunst und Kultur selbst immer wieder Auslöser von Diskussionen, indem sie irritieren, Grenzen überschreiten und gesellschaftliche Auseinandersetzungen anstoßen. Welche Möglichkeiten liegen in künstlerischen Formaten, Streit produktiv zu machen und wo liegen ihre Grenzen? Darüber möchten wir mit den Gesprächsteilnehmenden auf dem Panel und dem Publikum ins Gespräch kommen.

Teilnehmende des Podiums sind:

  • Rainer Robra – Chef der Staatskanzlei und Minister für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt
  • Katarzyna Wielga-Skolimowska – Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes
  • Niclas Lange – Gestalter aus Sachsen, Projektleiter Wanderspace Aue-Bad Schlema
  • Björn Lengwenus – Schulleiter der Grund- und Stadtteilschule „Alter Teichweg“ in Hamburg

Eine Veranstaltung der Kulturstiftung des Bundes. Anknüpfend an YUNIK – Konferenz für kulturelle Bildung, die als gemeinsame Initiative der Kulturstiftung des Bundes und der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb in 2027 stattfinden soll.

Die Kulturstiftung des Bundes wird gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.