Wie wollen wir als Stiftung in den nächsten Jahren wirken? Was haben wir in den vergangenen Monaten auf die Beine gestellt? Und was treibt uns auch weiterhin an? Diese Fragen beschäftigten die Mitglieder unseres Kuratoriums, Vorstands und Leitungsteams bei der jährlichen Strategieklausur am 13. und 14. Februar 2026 in Halle.
Veränderungen im Kuratorium und Vorstand

oben (v.l.n.r.): Dr. Holger Krimmer, Aydan Özoğuz unten: Wolfgang Watzke, Dr. Konrad Hummel, Angela Papenburg
Den Start des Programms bildete die Kuratoriumssitzung. Wir freuen uns sehr, dass Aydan Özoğuz, Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Sport und Ehrenamt, in unser Kuratorium berufen wurde. Aus dem Vorstand haben wir Mamad Mohamad verabschiedet, der seit 2019 im Vorstand die dynamische Stiftungsentwicklung in Halle mit geprägt hat. Wir bedanken uns herzlich für sein Engagement und die Expertise, die er in unsere Stiftung eingebracht hat. Neu im Vorstand ist Dr. Karamba Diaby, der die Stiftung davor schon seit vielen Jahren als Kuratoriumsmitglied begleitet hat.
Begeisterung junger Menschen, die übersprang
Am Nachmittag konnten unsere Stiftungsgremien in persönlichen Begegnungen spüren, was die Arbeit der Stiftung ganz konkret bewirkt. Bei Projektgesprächen mit geförderten Jugendinitiativen unserer beiden ostdeutschlandweiten Jugendfonds sprang im Mehrgenerationenhaus in Halle-Neustadt die Begeisterung und das Engagement der jungen Menschen über, die in Projekten und Vereinen, durch Veranstaltungen und Begegnungsorte ihr persönliches Umfeld gestalten. Mit dabei waren u.a. zwei Engagierte des Gen Ost Jugendfonds, die ehrenamtlich die Bibliothek in Peißen bei Halle betreiben. Auch verschiedene Geförderte des JUGENDSTIL*-Ideenfonds stellten ihre Projekte vor. Videodrehs, Sportturniere und Pfadfinderangebote – die Vielfalt der Projekte und die Leidenschaft der jungen Menschen ist sehr beeindruckend.
Diese Begeisterung teilten auch die Mitglieder unserer beiden Jugendjurys, die über die Vergabe der Fördergelder entscheiden. Sie berichteten über die Qual der Wahl bei der Auswahl der wirkungsvollsten Projekte und wie schön es ist, dass mittlerweile ein immer größeres Netzwerk an jungen Engagierten entsteht.
Zukunftswege Ost trifft Zukunftszentrum
Anschließend waren die Stiftungsmitglieder zum Fachgespräch in den Franckeschen Stiftungen eingeladen. Dr. Alexander Vogt, Oberbürgermeister der Stadt Halle begrüßte die bundesweit angereisten Gäste. Danach stellten Kathrin Weiß (Stiftung Bürger für Bürger) und Stefan Vogt (Freudenberg Stiftung) den Gremienmitgliedern und lokalen Partnern der Stiftung die Gemeinschaftsinitiative Zukunftswege Ost vor. Die Gemeinschaftsinitiative sammelt private Gelder und stärkt durch einen Mikrofonds und geförderte Fokusregionen die demokratische Zivilgesellschaft in Ostdeutschland. Die Geschäftsstelle von Zukunftswege Ost ist bei der Stiftung Bürger für Bürger in Halle angesiedelt.
Wiedersehen beim Zukunftsfestival
Anschließend gaben die Gäste Holger Lemme und Cornelia Reichel Einblicke in den Stand des geplanten Zukunftszentrums für Deutsche Einheit und Europäische Transformation in Halle. Dieses soll das Thema Deutsche Einheit durch Begegnungsformate, Forschung und Kulturangebote bearbeiten und ein Ort der Aushandlung in Halle werden. Der Aufbau des Zukunftszentrums wird von einem breiten Netzwerk der Zivilgesellschaft flankiert, das Christine Sattler von der Freiwilligenagentur Halle e.V. vorstellte. Ein Höhepunkt der Stiftungsarbeit in diesem Jahr, ist das „Zukunftsfestival – Streit & Zuversicht“, das die Stiftung Bürger für Bürger gemeinsam mit der ZEIT-STIFTUNG BUCERIUS und in Zusammenarbeit mit lokalen, regionalen und überregionalen Partnern am 12. und 13. Juni im Volkspark Halle veranstaltet.
Neue Wege mit mehr Wirkung in der Stiftungsarbeit
Der Samstag stand ganz im Zeichen der wirkungsorientierten Stiftungsarbeit. Die Stiftung möchte ihre Arbeit zukünftig wirkungsorientiert ausrichten, um ihre Arbeit besser evaluieren und nachhaltig gestalten zu können. Unsere Wirkungsmanagerin Clara Hagedorn stellte den Gremienmitgliedern den Stand eines Wirkungsmodells vor, das vom Team und Vorstand der Stiftung in den vergangenen Monaten erarbeitet wurde. In gemischten Kleingruppen diskutierten dann Mitglieder von Kuratorium, Vorstand und Leitungsteam über Schwerpunkte in den vier Wirkungsfeldern der Stiftung in den nächsten Jahren und gaben wichtige Impulse für das weitere Vorgehen.
Die Strategieklausur war ein gelungener Anlass, um zusammenzukommen, Erfolge zu feiern und Weichenstellungen für die Zukunft der Stiftungsarbeit vorzunehmen – gemeinsam engagiert in Ostdeutschland. Vielen Dank für alle guten Anregungen und Ideen!
Text: Sophie Leins
Fotos: Falk Wenzel (Projektgespräche Jugendinitiativen) / Anna Kolata (Fachgespräch und Gruppenbild Kuratorium)
- Die Geförderten der beiden Jugendfonds der Stiftung Bürger für Bürger
- Ein Mitglied der Pfadfindergruppe Scout Spirit stellt das Projekt vor
- Dr. Karamba Diaby, Aydan Özoğuz, Olaf Ebert und Ines Callsen
- Vertreter*innen der Bibliothek Peißen
- Ein Vertreter des Projekts Al-Sununu
- Das Projekt Nezabuti
- Mitglieder der Jugendjurys
- Lisa Wiedemuth im Gespräch mit Mitgliedern der Jugendjurys
- Die Teilnehmenden des Fachgesprächs in den Franckeschen Stiftungen
- Dr. Alexander Vogt, Oberbügermeister der Stadt Halle (Saale)
- Projektleiterin Kathrin Weiß stellt die Gemeinschaftsinitiative Zukunftswege Ost vor
- Holger Lemme und Cornelia Reichel vom Zukunftszentrum













