| Sport Sport ist ein wichtiger Teil des kulturellen
und sozialen Lebens. In den rund 95.000 Sportvereinen mit
fast 26 Millionen Mitgliedern sind rund 2,5 Millionen
Ehrenamtliche tätig. Darüber hinaus gibt es noch eine
große Zahl von Personen, die Freiwilligenarbeit leisten,
ohne ein "Amt" zu besitzen.
Die Tätigkeitsfelder im
Sport kann man unterscheiden nach der Art, der Form, dem
Inhalt und der Zielgruppe.
Der Inhalt der
ehrenamtlichen Tätigkeit hängt nicht nur von der
entsprechenden Sportart und der Art der Tätigkeit ab,
sondern auch von der Zielgruppe. Die Zielgruppen im Sport
entsprechen der gesamten Bandbreite der Gesellschaft.
Freiwilliges Engagement für Kinder und Jugendliche ist
daher genauso möglich, wie die Arbeit mit Senioren oder
Behinderten. Auch frauenspezifische Tätigkeitsbereiche
gibt es im Sport, ebenso wie man sich innerhalb der
Sportorganisationen für die Umwelt engagieren kann.
Die "typischen"
ehrenamtlichen Tätigkeitsgruppen des Sports sind
Übungsleiter/innen, Trainer/innen, Kampf- und
Schiedsrichter/innen sowie Organisationsleiter/innen.
Diese Aufgaben bedürfen aber zumeist einer
Qualifikation, die eine z.T. längerfristige Ausbildung
und ein Zertifikat - eine Lizenz - voraussetzt. Jedoch
steht der Weg dorthin im Prinzip jedem offen, der daran
interessiert ist.
Der Abschluss einer
sportartbezogenen Ausbildung ist allerdings nicht
notwendig eine Voraussetzung für ehrenamtliches
Engagement. Denn ohne Helfer/innen und Betreuer/innen,
ohne die Mitwirkung von Freiwilligen bei Veranstaltungen
wäre der Sport nicht denkbar. Und nicht zuletzt sind
viele sportlich Begeisterte im wahrsten Sinne des Wortes
"ehrenamtlich" tätig - und zwar in den
Vorständen der Vereine und Verbände.
Unterfelder:
Organisationsleiter/innen
Schieds- und Kampfrichter/innen
Übungsleiter/innen
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Organisationsleiter/innen
Ob als Schriftführer oder Kassenwart -
Organisationsleiter/innen sind in den Sportvereinen und
-verbänden überall dort zu finden, wo es die nicht
immer einfachen, mitunter auch "undankbaren"
leitenden oder verwaltenden Funktionen zu besetzen gilt.
Konkrete Einsatzmöglichkeiten für ehrenamtliche
Organisationsleiter/innen können sein:
Abteilungsleitung, Schriftführung, Kassenführung,
Öffentlichkeitsarbeit, Vereins- und Verbandsführung.
Für diese Aufgaben bieten die Landessportbünde, die
Sportverbände sowie die Führungs- und
Verwaltungs-Akademie Berlin des Deutschen Sportbundes
Ausbildungslehrgänge an, die mit dem Erwerb einer
Organisationsleiter-Lizenz (in drei verschiedenen Stufen)
abgeschlossen werden.
Auch wenn die Lehrgänge nicht unbedingt Voraussetzung
für die Ausübung einer organisierenden oder leitenden
Tätigkeit im Verein sind, so bilden sie doch zum einen
eine gute Grundlage für eine qualifizierte Arbeit. Und
zum zweiten ist der Nachweis einer Lizenz fast immer
notwendig für die Zahlung bzw. Bezuschussung von
Aufwandsentschädigungen aus öffentlichen Fördermitteln.

Schieds- und Kampfrichter/innen
Sportliche Wettkämpfe, ob beim Fußball oder beim
Radsport, könnten ohne sie nicht stattfinden - Kampf-
und Schiedsrichter/innen sind in den meisten Sportarten
unverzichtbar. Obwohl sie fast ausschließlich
ehrenamtlich arbeiten, werden an ihre Tätigkeit dennoch
erhebliche zeitliche und qualitative Anforderungen
gestellt. Dass sie dafür Fachwissen, eine Menge Geduld,
aber auch pädagogische Fähigkeiten benötigen, ist
selbstverständlich. Viele erfüllen sich damit ihren
Traum, bei bedeutsamen Wettkämpfen dabei zu sein, der
ihnen vielleicht als Aktiver versagt blieb.
Kampf- und Schiedsrichter/innen werden sportartspezifisch
von den Sportverbänden ausgebildet und erhalten, ebenso
wie die Organisations- und Übungsleiter/innen, hierfür
zumeist eine Bestätigung in Form einer Lizenz.
Allerdings kann man für kleinere Aufgaben auch
"unlizenziert" tätig werden.
Beträchtliche Unterschiede weist die Höhe der Zahlung
von Aufwandsentschädigungen auf, die stark von der
"Bedeutung" der Sportart und des Wettkampfes
abhängig ist.

Übungsleiter/innen
Ehrenamtliche Übungsleiter/innen und Trainer/innen sind
das unverzichtbare Rückgrat des organisierten
Sporttreibens. Ohne sie wäre eine sportliche Betätigung
in fast allen Vereinen nicht denkbar. Ihre Tätigkeit
umfasst die Anregung zur Betätigung im Breitensport und
die Gestaltung eines sportartübergreifenden oder
sportartspezifischen Bewegungsangebotes.
Übungsleiter/innen arbeiten mit allen Altersgruppen, vom
Kind bis zum Senior. Auch der spezielle Einsatz im
Präventions- und Rehabilitationssport ist möglich.
Ehrenamtliche Trainer/innen gestalten darüber hinaus die
leistungs- und wettkampforientierte Betätigung in einer
Sportart.
Auch für diese ehrenamtliche Tätigkeiten gibt es
Ausbildungslehrgänge, die von den Sportverbänden und
den Landessportbünden angeboten werden und sowohl
sportspezifische als auch allgemeine Inhalte umfassen.
Die dabei erworbenen Lizenzen sind nicht unbedingt
Voraussetzung für die Tätigkeit eines Übungsleiters.
Allerdings ist deren Nachweis in den meisten Fällen
ebenfalls notwendig für die Zahlung bzw. Bezuschussung
von Aufwandsentschädigungen aus öffentlichen
Fördermitteln.

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