Rettungsdienste
Rettungsdienste werden in
Deutschland sowohl von hauptamtlichen als auch von
ehrenamtlichen Mitarbeitern - oft auch gemeinschaftlich -
organisiert. Ob Verkehrsunfall, Brand, eine Lawine, die
Menschen verschüttete, eine Explosion oder sogar ein
Erdbeben - häufig geht es beim Einsatz von
Rettungsdiensten um Menschenleben. Und da kann jede
Sekunde zählen, jeder Handgriff über Leben und Tod
entscheiden. Deshalb ist eine gründliche Ausbildung von
besonderer Bedeutung. Auch Weiterbildungen und
Probe-Einsätze für das richtige Verhalten im Ernstfall
sind unerlässlich. Auch wenn Menschenleben nicht
unmittelbar in Gefahr sind, zum Beispiel bei einem
umgestürzten Baum, der eine Straße blockiert, muss
schnell und sicher gehandelt werden, damit nicht noch
etwas schlimmeres passiert.
Unterfelder:
Freiwillige Feuerwehr
Krankentransporte und
Notfall-Einsätze
Wasserrettung
Zurück
Freiwillige
Feuerwehr
Retten, löschen,
bergen, schützen - unter diesem Motto sind mehr als 1,3
Millionen Deutsche in der Freiwilligen Feuerwehr tätig.
Ob nachts um halb zwei oder bei der sonntäglichen
Kaffeetafel - wenn´s brennt, muss es schnell gehen. Und
die Hilfe muss perfekt einstudiert sein. Deshalb können
sich bereits Jugendliche ab zehn Jahren bei der
Jugendfeuerwehr ausbilden lassen - Spiel, Sport und Spaß
inbegriffen, um den Nachwuchs bei Laune zu halten. Ab 18
Jahren folgt dann eine Grundausbildung und ein
Atemschutzlehrgang, ehe der erste Einsatz
"gefahren" wird. Doch die Feuerwehr ist nicht
nur bei lodernden Flammen zur Stelle - das Einsatzgebiet
reicht vom Abpumpen "gefluteter" Keller über
den Brandschutz bis hin zum Retten von Menschenleben
über die berühmte Feuerwehrleiter oder das Sprungtuch.
Unterstützung erhält sie bei Bedarf vom Technischen
Hilfswerk.

Krankentransporte und
Notfall-Einsätze
8 Millionen Einsätze fahren die
"Rettungsengel" jährlich in Deutschland. Dabei
handelt es sich zu rund 60 Prozent um Krankentransporte,
der Rest sind Notfall-Einsätze. Das können die 22.000
Hauptamtlichen allein nicht leisten - sie werden rund um
die Uhr von insgesamt 35.000 Ehrenamtlichen unterstützt.
Um beim Deutschen Roten Kreuz, der
Johanniter-Unfallhilfe, dem Malteser-Hilfsdienst, dem
Arbeiter-Samariter-Bund oder anderen mitzumachen, muss
man das 18. Lebensjahr vollendet haben und braucht eine
Rettungssanitäter-Ausbildung. Darin lernen die
Teilnehmer/innen in 520 Stunden Grundlagen der Anatomie
und Notfallmedizin. Außerdem stehen Praktika im
Krankenhaus und eine Lehrrettungswache auf dem Programm.
Eine "abgespeckte" Variante ist der
Rettungshelfer, der meist den Wagen lenkt und
"nur" 320 Stunden "büffeln" muss.
Beachtlich: Rund 30 Prozent der zur Zeit hauptamtlich
tätigen Rettungssanitäter/innen nutzten ihren
vorherigen ehrenamtlichen Dienst als Sprungbrett in den
Beruf.

Wasserrettung
Ob in Hallen- oder
Freibädern, an Seen, Flüssen oder Meeresküsten - die
Lebensretter der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft
(DLRG) sind an 5000 Badestellen bundesweit zur Stelle, um
Menschen vor dem Tod durch Ertrinken zu retten. In mehr
als 2000 Ortsgruppen arbeiten 552.000 Mitglieder
bundesweit ehrenamtlich, darunter zahlreiche Kinder und
Jugendliche. Ab 12 Jahren kann man sich zum
Rettungsschwimmer ausbilden lassen. Darüber hinaus
bietet die größte freiwillige
Wasserrettungs-Organisation der Welt eine Vielzahl von
Ausbildungen für Wachgänger und -leiter/innen, Geräte-
und Rettungstaucher/innen, Sprechfunker/in,
Bootsführer/in sowie Aufgaben in Vereinsführung und
Verbandsarbeit. Ohne die Freiwilligen bräche die Arbeit
zusammen - es gibt nur 100 DLRG-Hauptamtliche bundesweit.
Vor Ort aktiv sind weitere Organisationen wie der
Arbeiter-Samariter-Bund oder die Deutsche Gesellschaft
zur Rettung Schiffbrüchiger.

|