
Paten- und Partnerschaften als Beitrag im Rahmen eines Gesamt-Integrationskonzeptes:
1. Information zur Arbeit der Qualitätsgemeinschaft Euro-Schulen-Organisation:
In Deutschland wurde die Qualitätsgemeinschaft Euro-Schulen-Organisation (QG ESO) 1966 mit der Eröffnung der Euro-Schulen Aschaffenburg begründet. Heute stellt die ESO den größten Zusammenschluss privater Bildungsträger in Deutschland dar, dem über 100 Bildungsinstitute bundes- und europaweit angehören. Die Mitgliedsschulen verfügen über umfangreiche Bildungsangebote, die ganz auf die individuellen Lernziele und Motivationen ausgerichtet sind. Neben Sprach- und Integrationsprogrammen speziell für Zuwanderer umfassen die Bildungsprogramme für alle Zielgruppen: Ausbildung, Umschulung, Fort- und Weiterbildung im kaufmännischen, sprachlichen, medizinalen, gewerblich-technischen und sozialen Bereich. Das Angebot ist sowohl praxisorientiert als auch international ausgerichtet und bietet nationale und internationale Abschlüsse.
Die ESO beschäftigt über 2.000 fest angestellte Mitarbeiter. Jährlich werden über 50.000 Personen in Aus- und Weiterbildungs- sowie Umschulungsprogrammen geschult. Seit 1996 ist die ESO nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert und wurde 1999 rezertifiziert.
2. Schülerpartnerschaften
Das Projekt
Die Schülerpartnerschaften richten sich an Kinder von Spätaussiedlern im schulfähigen Alter. Die neue Umgebung, die neue Sprache und der neue Schulalltag sind für viele Kinder große Hindernisse, die die soziale Integration erschweren.
Ziel der Schülerpartnerschaften ist es daher, einem Aussiedlerkind einen einheimischen Schüler (ggf. auch einen integrierten/ausländischen Schüler) zur Seite zu stellen. Dieser hilft bei dem Erlernen und Festigen von Kenntnissen der deutschen Sprache incl. Rechtschreibung und Grammatik beim Anfertigen von Hausaufgaben und beim Erarbeiten und Halten eines Kurzvortrags zu einem Lehrplanthema und beim Zurechtfinden im Umfeld.
Es kommen auch "Tauschgeschäfte" zustande z. B. Tausch Deutsch sprechen gegen Mathematiknachhilfe.
Diese Hilfestellungen werden durch einen Sozialpädagogen und Kontaktlehrer betreut.
Die Vorteile dieser Schülerpartnerschaft sind vielfältig:
Die Schülerpartnerschaften kommen auch im Freizeitbereich zum Tragen. Vorgesehen ist, altersbezogene Veranstaltungen zu organisieren und zu besuchen. Dies umfasst gemeinsame Sportveranstaltungen sowie den Besuch von Theater, Museen, Bibliotheken, Heimat- und Volksfesten, Kino sowie Bastel-, Spiel- und Kochnachmittage.
Die Zielgruppe
Kinder von Spätaussiedlern im schulfähigen Alter.
Partnervermittler
Als Partnervermittler kommen in erster Linie Kontaktlehrer und Sozialpädagogen in Frage, die die Schülerpartnerschaft konstruktiv begleiten.
3. Sozialpatenschaften
Das Projekt
Sozialpatenschaften dienen der verbesserten Integration von Spätaussiedlern in Deutschland. Neben strukturierten Deutsch-Integrationkursen ist die Beziehungs- und Begegnungsarbeit für eine umfassende soziale Integration unerlässlich. Die Sozialpatenschaften setzen auf dieser zwischenmenschlichen Ebene an. Auf der Basis des persönlichen Kontakts werden Spätaussiedler mit Einheimischen zusammengebracht. Diese unterstützen den Spätaussiedler bei der Organisation des Alltags und ermöglichen die Integration in das kulturelle Umfeld durch gemeinsame Treffen, den Besuch von Veranstaltungen und der Wahrnehmung von Freizeitangeboten.
Sozialpatenschaften stehen für einen lebendigen Austausch kultureller Erfahrungen. Sie verlaufen nicht eindimensional, sondern stellen Bereicherungen sowohl für die betreuten Aussiedler als auch für deren Sozialpaten dar.
Die Zielgruppe
Die Sozialpatenschaften richten sich an Spätaussiedler, die vor kurzem in Deutschland angekommen sind. Sie haben in der Regel mindestens das 16. Lebensjahr vollendet und befinden sich im Deutsch-Integrationskurs oder haben diesen kürzlich abgeschlossen.
Die Sozialpaten
Als Sozialpaten kommen Familien, Ehepaare und Einzelpersonen (Einheimische und integrierte Spätaussiedler) in Betracht, die bereit sind, Aussiedler in der Phase des Einlebens in Deutschland aktiv zu begleiten.
Patenvermittler
Die Aufgabe des Patenvermittlers ist es, Sozialpaten für die Spätaussiedler zu finden und beide zusammenzuführen. Die Leitfragen, die hierbei zu berücksichtigen sind, lauten:
Wer hat Zeit? Wer möchte andere Menschen und Kulturen kennen lernen? Wer möchte etwas von seiner Umgebung und seinem Wissen an andere weitergeben? Wer ist auf der Suche nach neuen Freunden?
4. Kommunikation für Anregungen und Ergänzungen
Für Rückfragen stehen Ihnen Herr Wolfgang Gärthe, Geschäftsführer sowie Herr Stefan Brummund, pädagogische Fachleitung/Produktmanager, gerne zur Verfügung.
(Euro-Schulen-Organisation GmbH, Hauptstraße 23, 63811 Stockstadt (Tel.: 06027/4188-39, Fax: 06027/4188-20, e-mail: GaertheW-Stockstadt@eso.de)