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"Gleis 21" in Ratzeburg: Treffpunkt zum Mitmachen

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Mai 2009

 

"Gleis 21" in Ratzeburg: Treffpunkt zum Mitmachen
Vorstellung eines der 16 Modellprojekte zur besseren Integration von MigrantInnen

Das Bundesmodellprojekt "Gleis 21" ist ein vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und der Bürgerstiftung Ratzeburg geförderter Treffpunkt für Jugendliche und junge Menschen in dem Ratzeburger Stadtteil St. Georgsberg. Träger ist das Diakonische Werk des Kirchenkreises Herzogtum Lauenburg.
Die Angebote richten sich an Jugendliche und junge Menschen im Alter von 12-27 Jahre und zum Teil auch an Erwachsene mit und ohne Migrationshintergrund. Alle Angebote sind interkulturell ausgerichtet.

Durch gezielte Freizeit- und Sportangebote sowie kontinuierlich strukturierte themenspezifische und z. T. geschlechtsspezifische Gruppenangebote und gemeinsame Events werden für die Jugendlichen Treffpunkte in den bestehenden Räumen geschaffen. Neben den festen Angeboten haben die Jugendlichen und jungen Menschen die Möglichkeit im "offenen Bereich" neben Billard, Kicker oder anderen Spielen, an Kreativ - oder Musikangeboten teilzunehmen und erhalten Unterstützung bei schulischen und berufsvorbereitenden Angelegenheiten.

Es gibt einen festen Kern an Jugendlichen, die sich ehrenamtlich im Jugendtreff engagieren, indem sie z. B. Sportgruppen für Kinder anbieten. Dabei erhalten sie Unterstützung durch die Mitarbeiter und werden über eine kreisweite Weiterbildung zu Jugendgruppenleitern ausgebildet. Durch die Einbeziehung in die aktive Planung fühlen sich die Jugendlichen und jungen Menschen ernst genommen und sind bereit, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen. Soziale Schlüsselqualifikationen und interkulturelle Kompetenzen werden gefördert.

In der einmal wöchentlich stattfindenden Mutter-Kind-Gruppe beschäftigen sich die Mütter mit der Frühförderung ihrer Kinder und tauschen sich mit anderen Müttern aus. Themen wie z.B. Wiedereinstieg in den Beruf, zweisprachig aufwachsen oder Förderung der Erziehungskompetenzen werden in der Gruppe besprochen und diskutiert. Auch werden zu bestimmten Themen Referenten eingeladen und auch gemeinsame Ausflüge unternommen. Zusätzlich finden einmal im Monat regelmäßige, außerordentlich gut besuchte "Internationale Frauentreffen" statt.

Bisher haben sowohl einheimische Frauen als auch Frauen aus 11 unterschiedlichen Herkunftsländern an Aktionen wie dem interkulturellen Kochen, der gemeinsamen Feier des muslimischen "Eidfest" und anderen Aktionen und Themenabenden teilgenommen.

Gemeinsam mit dem Team für Migration und Integration des Diakonischen Werkes Herzogtum Lauenburg und den Frauen werden diese Treffen vorbereitet und durchgeführt. Ziel dieser Veranstaltungen ist es, dass Frauen mit unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion die Möglichkeit des Austausches und zur Diskussion haben, Unterschiede benennen, aber auch Gemeinsamkeiten entdecken und voneinander lernen. Auch das nachbarschaftliche Miteinander wird gefördert.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Arbeit ist die Zusammenarbeit mit anderen Projekten und Vereinen in den Räumlichkeiten vom Gleis 21:

Ziel der Arbeit im "Gleis 21": Menschen mit und ohne Migrationshintergrund sollen sich näher kommen, um Spannungen, Berührungsängste und Vorurteile abzubauen bzw. bei Problemen gemeinsam aktiv nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen und Vielfalt als Bereicherung zu erleben.

Hervorzuheben sind dabei all die engagierten Jugendlichen und Erwachsenen, die dieses Projekt in Form von Spenden, Arbeitskraft und kreativen Ideen unterstützen und es zu dem gemacht haben, was es ist: Ein Haus der Kulturen, in dem Jeder herzlich willkommen ist. Die dreijährige Bundesförderung endet am 30.9.2009. Die Nachhaltigkeit des Jugendtreffs Gleis 21 wird durch das gemeinsame Engagement der Stadt, der Bürgerstiftung Ratzeburg und des Diakonischen Werkes intensiv angestrebt.

Kontakt:
Diakonisches Werk Herzogtum Lauenburg
Gleis 21
Projektleitung: Stephanie Petersen
Saarlandstr. 2
23909 Ratzeburg
petersengleis21@web.de
Tel.: 04541 - 857 228
Mobil: 0176 - 218 797 36

Die 16 Modellprojekte starteten ab September 2006 mit den vier Themenschwerpunkten:

Dabei sollen übertragbare Handlungsempfehlungen erarbeitet werden. Die fachliche Begleitung hat die Stiftung Bürger für Bürger übernommen. Auf der folgenden Seite stellen wir Ihnen ein weiteres Modellprojekt vor.