Zurück zum Menü ...

"Bergedorfer Ehrenamt für Ausbildung - Die Jobpaten"

IM GESPRÄCH
Direkt

Online-Informationsdienst der Stiftung Bürger für Bürger

September 2008

 

"Bergedorfer Ehrenamt für Ausbildung - Die Jobpaten"

In Hamburg-Bergedorf helfen im Projekt "Die Jobpaten" in Trägerschaft des Internationalen Bundes ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger den Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus ihrem Bezirk: Jeweils ein ehrenamtlicher "Jobpate" betreut einen Jugendlichen mit Migrationshintergrund bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.

Die Jobpaten geben ihre persönlichen Erfahrungen und Erfolgsrezepte sowie ihre Kontakte zu Betrieben an die Jugendlichen weiter. Sie helfen ihnen beim Entdecken und Entfalten der persönlichen Fähigkeiten, die für die Suche nach einem Ausbildungs- oder Praktikumsplatz wichtig sind. Sie unterstützen auch bei der Verbesserung der Deutschkenntnisse sowie der Einbindung in die deutsche Gesellschaft. Die ganzheitliche berufliche und soziale Integration des Jugendlichen steht dabei ebenso im Vordergrund wie die Erhöhung des ehrenamtlichen Engagements von Migranten.
Die Betreuungsarbeit erfolgt in einer individuellen 1:1 -Betreuung jeweils eines Ehrenamtlichen und eines Jugendlichen mit Migrationshintergrund.

Der IB bietet begleitende (Fortbildungs-)Veranstaltungen und Einzelfallbetreuung für die Ehrenamtlichen und Jugendlichen an. Die Veranstaltungen unterstützen zum einen das soziale Miteinander der Ehrenamtlichen und Jugendlichen und/oder ermöglichen den Erfahrungsaustausch der Ehrenamtlichen untereinander. Zum anderen werden Veranstaltungen mit Fortbildungscharakter angeboten (z. B. interkulturelle Kompetenz), sowie Seminare rund um das Thema Beruf für die jungen Erwachsenen. Persönliche Gespräche runden das Unterstützungsangebot ab.

Seit Beginn des Projekts im Sommer 2006 hat das Projekt 61 Teilnehmer (30 Ehrenamtliche und 31 Jugendliche). Bis zum Ende der Förderung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Mitte 2009 werden weitere hinzu kommen. Das Projekt kann auch auf der inhaltichen Ebene gute Erfolge vorweisen. Nicht nur liegt die Vermittlungsquote in Ausbildungen bisher bei ca. 60%, sondern auch im Bereich der sozialen Integration hat das Projekt sein Ziel erreicht: Die Jugendlichen üben im Gespräch mit den Ehrenamtlichen und in den Semiaren ihr Deutsch, sie werden an Regeldienste herangeführt und sind auch in ihrer Freizeit in Kontakt mit Deutschen. Auch die Ehrenamtlichen mit Migrationshintergrund stehen im Austausch mit den anderen Ehrenamtlichen. So stellt die Projektteilnahme für alle Beteiligten einen wichtigen Baustein bei der Integration in die deutsche Gesellschaft dar.

Das Projekt wird auch in die Zukunft hineinwirken: Jugendliche, die erfahren haben, dass ihnen auf ehrenamtlicher Basis geholfen wurde, werden sich später wahrscheinlich eher freiwillig engagieren als ihre Altergenossen.

Das Projekt ist eines der 16 Modellprojekte zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements bei der Integration von Migrantinnen und Migranten, gefördert vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Kontakt:
Internationaler Bund, Soziale Arbeit und Migrationshilfen Nord, Frau Silke Ebsen, Weidenbaumsweg 85, 21035 Hamburg, Tel. 040 / 23 95 970 0, silke.ebsen@internationaler-bund.de, www.internationaler-bund.de