Zurück zum Menü ...

EMU - ein Qualifizierungsprojekt für ehrenamtliche MultiplikatorInnen

IM GESPRÄCH
Direkt

Online-Informationsdienst der Stiftung Bürger für Bürger

Mai 2008

 

EMU - ein Qualifizierungsprojekt für ehrenamtliche MultiplikatorInnen
Vorstellung eines der 16 Modellprojekte zur besseren Integration von MigrantInnen

EMU ("Ehrenamtliche Multiplikatoren") ist ein Modellprojekt zur Qualifizierung von Ehrenamtlichen im Bereich "Migration/Integration". Träger ist der Evangelische Migrationsdienst Württemberg (EMDW) mit Sitz in Stuttgart. Der Verein ist Mitglied im Diakonischen Werk Württemberg.
Mit diesem Projekt - Laufzeit ist von 2006 bis 2009 mit je einer Qualifizierungsreihe pro Jahr - soll der Integrationsprozess von MigrantInnen aktiv gefördert werden. Erklärtes Ziel ist, dass alle an der Gesellschaft teilhaben, anerkannt sind und sich zugehörig fühlen.

Projektbeispiele: "Internationales Kochen für Ehrenamtliche", "Sortierverhalten in Großwohnanlagen verbessern" und "Aussiedler helfen Bürgern". Insgesamt stellten die Teilnehmenden 11 Projekte vor, die z. T. bereits in der Realisierungsphase stecken oder baldmöglichst umgesetzt werden sollen.
Beim "Poetry-Slam sollen Jugendliche sich auf kreative Weise durch sprachliche Texte aus der Hip-Hop-Szene verwirklichen können. Ihre Lebenswirklichkeit soll sich auf der Bühne widerspiegeln und erlebbar werden. Mehrsprachigkeit ist erwünscht" (geplantes Angebot für ein Stadtteilzentrum). Diese Zielsetzung stammt aus einem der Projekte, die die Teilnehmenden am Ende der Fortbildungsreihe präsentierten.

Besonders angesprochen sind Aktive in Initiativen, Freundeskreisen und Migrantenvereinen, die gerne andere zum Ehrenamt motivieren und selbst Projekte anstoßen wollen. Um den erwünschten Effekt mit den Worten und Bildern der Teilnehmenden auszudrücken: Die MultiplikatorInnen wollen "Kettenreaktionen schaffen, den ehrenamtlichen Virus verbreiten, einen Dominoeffekt auslösen, andere mit ins Boot holen, Wellen erzeugen."

Dazu haben sie sich an 3 Qualifizierungs-Bausteinen - jeweils Freitag/Samstag in einem Tagungshaus - mit folgenden Themen und Inhalten auseinandergesetzt:

Die meisten Teilnehmenden kamen aus Integrationslotsenprojekten und kannten den Träger bereits von interkulturellen Fortbildungen, drei fanden den Weg über Annoncen und Flyer. Von anfänglich 14 Personen - 9 mit Migrationshintergrund, 12 Frauen - haben 11 die Qualifizierung engagiert mitgestaltet und erfolgreich abgeschlossen. d.h.

Zwei wichtige Aspekte seien gesondert erwähnt: auffällig war, dass knapp 50% der MultiplikatorInnen erwerbslos, also auf Stellensuche waren und sich durch die Fortbildung bessere Chancen erhofften.
Zentral für die gesamte Fortbildung ist der Empowerment-Ansatz, der das Potenzial, die Kompetenzen und Ressourcen der Einzelnen und der Gruppe sichtbar und erlebbar machte, somit viel Energie und Selbstsicherheit erzeugte.
Von April bis Juli 2008 werden erneut vier Qualifizierungs-Bausteine durchgeführt. Im Jahr 2009 wird die Qualifizierung bundesweit angeboten und ins Internet gestellt.

Kontakt:
Evangelischer Migrationsdienst Württemberg
Josef Minarsch-Engisch und Gisela Wolf
Heilbronner Str. 180
70191 Stuttgart
Tel. 0711/1656-170

engisch.j@diakonie-wuerttemberg.de
wolf.g@diakonie-wuerttemberg.de
www.emu-emdw.de

Die 16 Modellprojekte starteten ab September 2006 mit den vier Themenschwerpunkten:

Dabei sollen übertragbare Handlungsempfehlungen erarbeitet werden. Die fachliche Begleitung hat die Stiftung Bürger für Bürger übernommen.