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Integration von Migrantinnen und Migranten in die Freiwilligenarbeit in der Altenhilfe in Bochum - DRK KV Bochum

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Februar 2008

 

Integration von Migrantinnen und Migranten in die Freiwilligenarbeit in der Altenhilfe in Bochum - DRK KV Bochum
Vorstellung eines der 16 Modellprojekte zur besseren Integration von MigrantInnen

Das gemeinwesenorientierte Modellprojekt des Deutschen Roten Kreuzes, Kreisverband Bochum e.V., heißt "Integration von Migrantinnen und Migranten in die Freiwilligenarbeit in der Altenhilfe in Bochum". Der Schwerpunkt des Projektes liegt in der Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements unter Ausländern und Spätaussiedlern und deren Einbindung in die Freiwilligenstruktur der Bochumer Altenhilfe.

Ziele zur Erreichung der Einbindung von Ehrenamtlichen mit Migrationsgeschichte sind:

Im Jahr 2007 hat der DRK Kreisverband Bochum e.V. bereits alle Bochumer Altenhilfeeinrichtungen und Krankenhäuser zur Bestands- und Bedarfslage in Bezug auf die Einsatzmöglichkeiten der Freiwilligen mit Migrationsgeschichte befragt. Die Auswertung belegt, dass der Bedarf an Freiwilligen in Bereichen der Altenarbeit überdurchschnittlich hoch ist (ca. 78%).
Zudem fand die Gewinnung von Freiwilligen mit und ohne Migrationsgeschichte für das bürgerschaftliche Engagement in der Altenhilfe statt. Sie wurde durch Mithilfe diverser Kooperationspartner wie das Freiwilligen-Zentrum Bochum, Migrantenselbstorganisationen und die Integrationssprachkursträger ermöglicht. Diese gestatteten die Vorstellung der Projektinhalte und Themenschwerpunkte durch Präsentationen vor Ort und direkte Ansprache von potentiellen Teilnehmern. Aber auch bei interkulturellen Veranstaltungen und Begegnungen des DRK Kreisverbandes Bochum e.V. und dessen Kooperationspartnern wurden Freiwillige gewonnen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag im Aus- und Aufbau von Netzwerkstrukturen. So wurde das Experten-Forum "Ehrenamt und Migration" gegründet, das die fachliche Beratung und Begleitung des Projektes übernahm. Hierzu gehören Vertreter/innen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), der Stadt Bochum, der Stiftung Bürger für Bürger, des Kuratoriums Deutscher Altershilfe, der ARGE, des DRK Generalsekretariats, des DRK Landesverbandes Westfalen - Lippe e.V., des DRK Kreisverbandes Bochum e.V., der Ev. Fachhochschule Bochum und des Gerontologischen Instituts in Dortmund.
Daneben wurde auch das Gesprächsforum "Alter und Migration" mit Vertretern von Migrantenselbstorganisationen eingerichtet, um gemeinsam Handlungsschritte für die Optimierung einer umfassenden Versorgung für ältere Migrantinnen und Migranten in Bochum zu entwickeln. Zudem ist das Modellprojekt ein fester Bestandteil der Bochumer Netzwerke in den Bereichen "Migration" und "Alter".

Des Weiteren wurde die erste Qualifizierungsreihe "Alter(n) - eine Lebensphase mit vielen Gesichtern" als Pilotmaßnahme mit Teilnehmer/innen aus unterschiedlichen Kulturkreisen durchgeführt.
Diese Qualifizierungsreihe war die Basisvorbereitung für die ehrenamtliche Betreuung älterer Menschen in Bochum und beinhaltete neben theoretischer Wissensvermittlung altersrelevanter Themen auch Hospitationseinheiten und eine Exkursion zum multikulturellen Seniorenzentrum "Haus am Sandberg" in Duisburg.
Eine feierliche Stunde mit Zertifikatübergabe bildete den Abschluss dieser ersten Bildungsreihe.
Damit die hohe Qualität des bürgerschaftlichen Engagements gesichert ist, ist eine stetige Begleitung der Projektteilnehmer/innen vorgesehen. Auch nach der Qualifizierung sind die Projektleiter Ansprechpartner und Koordinator, später übernehmen diese Aufgabe so genannte Mentoren, die aus dem Kreis der qualifizierten Teilnehmer/innen stammen werden. Sie werden das Bindeglied zwischen den aufnehmenden Einrichtungen und den freiwilligen Helfern sein.

Zudem ist der Aufbau eines Freiwilligenpools von hoher Priorität, wodurch eine bedarfsgerechte Betreuung von Migrantinnen und Migranten auch im Alter gewährleistet werden kann.
In Zusammenarbeit mit dem Freiwilligen-Zentrum Bochum, das die gewünschten Strukturen aufweist, ist es möglich, eine passgenaue Zuordnung von Angebot und Nachfrage zu garantieren. Das heißt, die beim DRK Kreisverband Bochum e.V. qualifizierten Freiwilligen erweitern das Angebot des Freiwilligen-Zentrums um kultursensible Ehrenamtliche in der Altenhilfe, die bei Bedarf an der entscheidenden Stelle eingesetzt werden können.

Kontakt:
DRK KV Bochum, Frau Ignatzi / Frau Engel, An der Holtbrügge 8, 44795 Bochum, Tel. 0234 / 94 45 127, Fax 0234 / 94 45 160, migration@kv-bochum.drk.de, www.kv-bochum.drk.de

Die 16 Modellprojekte starteten ab September 2006 mit den vier Themenschwerpunkten: