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Ehrenamtliche Senior Experten aus Deutschland weltweit begehrt
7000 Einsätze in 133 Ländern - auf diese stolze Zahl blickt der Senior Experten Service (SES) seit seiner Gründung vor 16 Jahren zurück. "Hilfe zur Selbsthilfe" lautet das Motto der "Experten mit den weißen Haaren", die sich bei einem Durchschnittsalter von 65 Jahren aus dem Berufsleben verabschiedet haben. Doch das einzigartige Fachwissen der 4700 ehrenamtlichen Senior Experten ist weiterhin gefragt, 1997 bei 836 Projekten in 87 Ländern, darunter 109 Einsätzen in Deutschland.
Zukunft braucht Erfahrung. Ob Hilfe beim Aufbau der Solarkochtechnik in Kenia, Unterstützung bei einem Hygieneprogramm in der Mongolei, Tips fürs Backen von Roggenbrot in Georgien oder die Qualifizierung von Möbelverkäufern im Ruhrgebiet - die Nachfrage nach den Fachleuten aus mehr als 50 Branchen wächst ständig. "Nebenbei" sind die Senior Experten gute Botschafter der deutschen Wirtschaft ihre Arbeit trägt mittelbar zu neuen Aufträgen und damit zur Sicherung von Arbeitsplätzen in Deutschland bei.
Das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) würdigte den SES als das "Musterbeispiel eines überall gefragten, zuverlässigen Partners mit einer außerordentlich hohen Erfolgsquote". Es stellte 1997 Mittel für die projektbezogene Teilfinanzierung der Einsätze in Afrika, Asien und Lateinamerika in Höhe von 2,98 Millionen Mark sowie für Mittel- und Osteuropa in Höhe von 1,23 Millionen Mark zur Verfügung.
Auftraggeber des SES sind Unternehmen (vor allem kleine und mittlere), Ausbildungseinrichtungen, Kommunen, öffentliche Verwaltungen sowie andere Institutionen. Die Einsätze sollen nicht länger als sechs Monate dauern. Folgeeinsätze sind möglich. Entscheidende Kriterien für die Entsendung sind die Verbesserung des Ausbildungsstandes des Personals und der Produktivität oder Schaffung oder Sicherung von Arbeitsplätzen.
Die Kosten der Einsätze sind vom Auftraggeber zu tragen. Sie teilen sich auf in Kosten am Einsatzort (Unterkunft, Verpflegung, örtlicher Transport und Taschengeld für den Experten), Reisekosten sowie beim SES anfallende Projektbearbeitungs- und Nebenkosten. Für den Senior Experten (Aufnahme in SES bis zum 70. Lebensjahr, Einsatz bis zum vollendeten 79. Lebensjahr möglich) heißt das: Er/Sie erhält zwar nur ein Taschengeld in Höhe der Inlandskaufkraft von 30 Mark pro Tag, aber er/sie kann Menschen anderer Kulturkreise kennenlernen, neue Erfahrungen machen und Anregungen gewinnen. Ohne Leistungsdruck, Karriere-Streß und wirtschaftliche Abhängigkeit kann anderen bei der eigenverantwortlichen Gestaltung der Zukunft geholfen werden.
Jedem Senior Experten steht ein hauptamtlicher Mitarbeiter zur Seite. 35 Hauptamtliche beschäftigt der SES mit Sitz in Bonn. Im Ausland arbeiten 70 Repräsentanten in 50 Ländern für den SES. Mit zwölf Verbindungsbüros verfügt die anerkannt gemeinnützige Nichtregierungsorganisation über ein flächendeckendes Netz von Kontakt- und Koordinierungsstellen im Inland.
Gesellschafter der gemeinnützigen GmbH SES sind der Bundesverband der Deutschen Industrie, der Carl-Duisberg-Fördererkreis, der Deutsche Industrie- und Handelstag und der Zentralverband des Deutschen Handwerks.
Weitere Infos:
Senior Experten Service
Postfach 22 62
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Tel. 0228-260900
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