Ost-West-Integrationsprojekte des Deutschen Volkshochschulverbandes fördern die soziale Integration von Aussiedlern
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Ost-West-Integrationsprojekte
des Deutschen Volkshochschulverbandes fördern die soziale Integration von
Aussiedlern
Das Projekt Ost-West-Integration, kurz OWI, besteht in seiner jetzigen Form seit 1992. Es ist aus dem Grundstudienprogramm Gesellschaftskunde für Aussiedler hervorgegangen, das 1989 an der Volkshochschule Lippe-West entwickelt wurde.
Im Mittelpunkt des Projektes stehen Orientierungshilfen für den Alltag der Aussiedler, Abbau von Vorurteilen durch Aufklärung der Einheimischen und Annäherung und Akzeptanz durch Begegnungen.
Zudem sollen Aussiedlerinnen und Aussiedler an die Angebote der Volkshochschulen zur beruflichen, allgemeinen und politischen Bildung herangeführt werden.
Die im Projekt Ost-West-Integration tätigen Projektvolkshochschulen wechseln in einem rotierenden Verfahren nach einem Zeitraum von jeweils drei Jahren.
Derzeit läuft dieses Projekt in Bergisch-Gladbach, Berlin-Marzahn, Duisburg, Fulda, Haldensleben (Ohrekreis), Hamburg, Herzberg (Elbe-Elster), Hildesheim, Hoyerswerda, Kaiserslautern, Kiel, Landshut, Offenburg, Olbernhau (Mittlerer Erzgebirgskreis), Warendorf und Wismar. Insgesamt gibt es damit seit 1992 mehr als 50 OWI-Standorte.
Bestandteil der inhaltlichen Projektkoordination ist die Auswahl und der Einsatz der Projektmedien. Hierzu gehören:
Das Infomobil, ein Kleinbus, der mit acht großen Informationstafeln und einer aus dem Wageninnern heraus projizierbaren Tonbildschau über die Geschichte der Spätaussiedler/innen, ihre Ausreisemotive und den Integrationsprozess in der Bundesrepublik Deutschland informiert und bei öffentlichen Veranstaltungen an den Projektorten sowie auf Anforderung von anderen interessierten Volkshochschulen zum Einsatz kommt.
Die Referentensätze, Unterrichtsmaterialien mit Basismaterial zur Geschichte der Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion, Polen und Rumänien, sowie zu Fragen der Integration der Deutschen aus Osteuropa, für Bildungsveranstaltungen mit Multiplikatoren, die in der Aussiedlerarbeit tätig sind.
Die Projektzeitschrift "Kennenlernen", die vier Mal jährlich als örtliche Ausgabe der Projektvolkshochschule erscheint und jeweils einen überregionalen Teil enthält.
Gemeinwesenorientierte Integrationsangebote der
Projektvolkshochschulen:
Die Projektvolkshochschulen bieten insbesondere folgende Maßnahmen an:
Kurse in Themenbereichen wie Politik, Gesellschaft, Verbraucherschutz, Kunst, Freizeitgestaltung u.a.,
Gesprächskreise und "Runde Tische",
Begegnungsveranstaltungen,
Teilnahme an Veranstaltungen von örtlichen Vereinen und Organisationen,
Theater-
und Konzertbesuche,
Regionale
Exkursionen zum Kennenlernen der neuen Heimat.
Die Projektarbeit vor Ort erfolgt weitgehend eigenständig durch die einzelnen Projektvolkshochschulen; sie ist jedoch in einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch mit den anderen Projektvolkshochschulen eingebunden.
Die Stiftung Bürger für Bürger unterstützt einzelne OWI-Projekte bei ihrer Arbeit. So wurden in Norderstedt (Schleswig-Holstein) im Rahmen eines Wochenendseminars Grundlagen zur Gründung des Vereins Norderstedter Ost-West-Integration (NOWI) erarbeitet. Ähnliches ist in Landshut geplant.
Weitere Infos beim Deutschen Volkshochschulverband e.V., Frau Heide Dornseifer-Seitz, Obere Wilhelmstraße 32, 53225 Bonn, Tel. 0228/97569-0, Fax 0228/97569-30, E-Mail: buero@dvv-vhs.de, Internet: www.owi-projekt.de