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Europäisches Jahr der Menschen mit Behinderungen (EJMB) 2003

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Dezember 2002

 

Europäisches Jahr der Menschen mit Behinderungen (EJMB) 2003

"Nichts über uns ohne uns"

Mit Beschluss des Rates der Europäischen Union ist das Jahr 2003 zum Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen erklärt worden. Damit haben behinderte Menschen die Möglichkeit, europaweit und öffentlichkeitswirksam auf sich und ihre Interessen aufmerksam zu machen. Auf dem Europäischen Behindertenkongress in Madrid im März 2002 sind Visionen formuliert worden, die als Rahmen für Maßnahmen im Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen dienen können. "Nichts über uns ohne uns" - so der Grundsatz für das EU-Jahr der behinderten Menschen.

Für Deutschland wurde dieser Wechsel in der Perspektive wie folgt formuliert: nicht mehr ausgrenzende Fürsorge, sondern uneingeschränkte Teilhabe; nicht mehr abwertendes Mitleid, sondern völlige Gleichstellung; nicht mehr wohlmeinende Bevormundung, sondern das Recht auf Selbstbestimmung.

Diese neue Dynamik in der Behindertenpolitik wird auch im Logo für das Europäische Jahr ausgedrückt. Die drei nach vorne gerichteten Pfeile stehen aus deutscher Sicht für die zentralen Botschaften:

- Teilhabe verwirklichen
- Gleichstellung durchsetzen
- Selbstbestimmung ermöglichen

Das Europäische Jahr der Menschen mit Behinderungen wird am 21. und 22. Februar 2003 für Deutschland in Magdeburg eröffnet. Im Laufe des Jahres 2003 werden in den teilnehmenden Staaten Hunderte von Aktivitäten und Veranstaltungen stattfinden. Als verbindendes Element sieht die Europäische Kommission einen "Marsch durch Europa" vor, der im Januar 2003 von Griechenland aus durch alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union führen und im Dezember 2003 in Italien zu Ende gehen wird. Die Behindertenbewegung wird während des Marsches in allen Mitgliedstaaten Begleitaktivitäten und -veranstaltungen auf allen Ebenen durchführen. Ein Kampagnen-Bus begleitet diesen Marsch durch ganz Europa.

Ferner sind Mittel bereit gestellt worden, um länderübergreifende, bundesweite, regionale und lokale Aktivitäten im Sinne der Ziele zu unterstützen. Näheres über die Möglichkeiten für den Erhalt von Projektförderung (max. 50 %-Förderung) ist einem Leitfaden zu entnehmen, der zusammen mit dem dazugehörigen Antragsformular im Internet heruntergeladen werden kann.

Der Internetauftritt www.ejmb2003.de dient als Informationsdrehscheibe im Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen. Sollten Sie Fragen oder Anregungen haben, wenden Sie sich bitte an die für die deutsche Beteiligung zuständige Nationale Koordinierungsstelle beim Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit.

Als einen weiteren Service bietet die Koordinierungsstelle einen Newsletter an, der in unregelmäßigen Abständen über aktuelle Infos zum Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen informiert. Bestellen Sie den Newsletter über die E-Mail-Abo-Liste im Internet unter www.ejmb2003.de.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit hat für die Durchführung des EJMB eine Nationale Koordinierungsstelle eingerichtet. Sie hat die Aufgabe, in enger Kooperation mit den Behindertenorganisationen, Rehabilitationsträgern, Ländern und Kommunen das EJMB zu gestalten und möglichst viele innovative Projekte, Workshops und Diskussionen anzuregen und zu unterstützen. Sie wird von einem Koordinierungsausschuss beraten und unterstützt, der zugleich über die Mittelvergabe entscheidet. Über folgende Kontaktadresse können Sie die Koordinierungsstelle erreichen:

Europäisches Jahr der Menschen mit Behinderungen
- Nationale Koordinierungsstelle -
beim Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Postfach 14 02 80
53107 BONN
Fax: 0 18 88 / 527-1167
E-Mail:
ejmb2003@bma.bund.de
Internet: www.ejmb2003.de
Sie können sich auch an das gebührenfreie Bürgertelefon wenden: Tel: 0800 - 15 15 15 2

Service für Gehörlose und Hörgeschädigte:
Schreibtelefon für Gehörlose: 0800- 11 10 00 5
Anfragen per E-Mail:
info.gehoerlos@bma.bund.de
info.deaf@bma.bund.de