Grosses Interesse an Spätaussiedler-Veranstaltungen
|
Grosses Interesse an Spätaussiedler-Veranstaltungen
Bürgerschaftliches Engagement leistet "Hilfe zur Selbsthilfe"
Sprachprobleme überwinden, ein besseres Verständnis für die neue Lebensumgebung gewinnen, neue Freundschaften schliessen, das Zurechtfinden in Deutschland erleichtern, neue Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben. - Diese Ziele haben Veranstaltungen, die die Stiftung Bürger für Bürger gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern (Freiwilligenagenturen, Stadt- und Kreisverwaltungen, Wohlfahrtsverbände, Volkshochschulen, bereits aktive Projekte etc.) vor Ort durchführt. Zielgruppe des Projektes "Förderung des bürgerschaftlichen Engagements bei Spätaussiedlern" sind sowohl Aussiedler, als auch Einheimische, die in Projekten für Aussiedler mitarbeiten. Spätaussiedler sollen für ein Engagement motiviert, mobilisiert und ihnen Wege für ihren Einsatz aufgezeigt werden. Elf Veranstaltungen haben bereits stattgefunden (von den ersten drei in Hamburg-Neuwiedenthal, Norderstedt/Schleswig-Holstein und Berlin-Hellersdorf berichteten wir in der vorigen Ausgabe), weitere Kooperationen sind möglich:
Bernau (Brandenburg), 15. Mai 2002:
In Zusammenarbeit mit der Aussiedlerberatung des Caritas-Verbandes Bernau wurden Aussiedler in der evangelischen Kirchengemeinde über Engagementmöglichkeiten informiert und direkte Einsatzstellen benannt. Kooperationspartner: Agentur Ehrenamt des Landkreises Barnim.
Worms (Rheinland-Pfalz), 21. Juni 2002:
Im Rahmen der Tagung "Soziale Kraft lokaler Netzwerke" der Stadtverwaltung Worms und verschiedener Stadtteilprojekte hielt Bernhard Schulz von der Stiftung Bürger für Bürger einen Vortrag zum Thema "Integration von Spätaussiedlern durch bürgerschaftliches Engagement und Vernetzung". Während der Veranstaltung stellten sich verschiedene Initiativen, u.a. von und für Spätaussiedler, vor.
Berlin, 1. bis 5. Juli 2002:
Die Akademie für Ehrenamtlichkeit führte eine Schulung zum Freiwilligen-Management speziell für die Arbeit mit Aussiedlern durch. Diese "SommerSeminarWoche" richtete sich an 17 bundesweit ausgewählte Multiplikatoren, die das erworbene Wissen weitergeben. Neben der Theorie kamen auch praktische Beispiele und externer Sachverstand durch mehrere Gastreferenten nicht zu kurz. Aufgrund des grossen Interesses ist in diesem Jahr eine weitere Veranstaltungswoche im November geplant.
Ostheim v.d. Rhön (Bayern), 05.-07. Juli 2002:
Das "Integrationsseminar für Aussiedler" informierte u.a. über praktische Integrationsmöglichkeiten in der Bürgergemeinschaft vor Ort, Grundzüge und Grundaspekte deutscher Geschichte sowie den Integrationsprozess in Deutschland und Europa. Veranstalter war die Hanns-Seidel-Stiftung. Jurist Frank B. Halfar von der Stiftung Bürger für Bürger gab Informationen zum bürgerschaftlichen Engagement, zu Stiftungen und zur Praxis der Freiwilligenarbeit.
Hamm (NRW), 06. Juli 2002
Gemeinsam mit der Stadt Hamm und dem Prometheus-Verein veranstaltete die Stiftung Bürger für Bürger ein bundesweites Aussiedlertreffen zum Thema "Integrationswege in Deutschland". Neben dem Aussiedlerbeauftragten der Bundesregierung, Herrn Jochen Welt (SPD), führte der Oberbürgermeister der Stadt Hamm, Herr Hunsteger-Petermann, in die Projektpräsentationen, Podiumsdiskussionen, Kulturprogramme etc. ein.
Bergkamen (NRW), 16. Juli 2002
Gemeinsam mit der Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA) des Kreises Unna informierten Bernhard Schulz von der Stiftung Bürger für Bürger und Ulrike Schatto von der Freiwilligenagentur "Der Kreisel" in Unna Pädagogen, Sozialarbeiter und Mitarbeiter freier und kommunaler Träger über Integrationsmöglichkeiten von Spätaussiedlern durch bürgerschaftliches Engagement.
Braunschweig (Niedersachsen), 05. August 2002:
Im Rathaus in Braunschweig wurde vor rund 120 Gästen die Fotoausstellung "Lust aufs Ehrenamt" eröffnet. Ausserdem stellten verschiedene lokale Organisationen ihre Arbeit vor: Caritas-Verband, Landessportbund Niedersachsen, AWO-Aussiedlerberatung, Stadt Braunschweig mit Büro für Migrationsfragen und Abteilung Kinder, Jugend und Familie sowie Freiwilligenagentur Jugend-Soziales-Sport Wolfenbüttel. Am 15.08.02 gab es vor mehr als 90 Gästen eine Podiumsdiskussion zum Thema "Soziales Ehrenamt als Integrationsaspekt". Medienpartner: Braunschweiger Zeitung.
Wolfenbüttel (Niedersachsen), 19. August 2002:
In der Kreisvolkshochschule in Wolfenbüttel stellten der Gastgeber, die Freiwilligenagentur Jugend-Soziales-Sport Wolfenbüttel, der Caritas-Verband und die Stiftung Bürger für Bürger ihre Arbeit für Spätaussiedler vor - "Aufhänger" war die Fotoausstellung "Lust aufs Ehrenamt". Am 29. August 2002 präsentierte die Braunschweiger Zeitung eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zum Thema Integration von Spätaussiedlern, an der u.a. auch der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Wilhelm Schmidt, MdB, und Prof. Dr. Thomas Olk teilnahmen.
Folgende weitere Veranstaltungen sind derzeit geplant:
Tutzing (Bayern), 25. bis 27. September 2002
Die Arbeitsgemeinschaft Entwicklungsethnologie (AGEE) e.V. Göttingen, die Akademie für politische Bildung Tutzing und die Stiftung Bürger für Bürger veranstalten eine Tagung zum Thema "Spätaussiedler in Deutschland: Einfluss soziokultureller Werte auf den Integrationsprozess von Russlanddeutschen. Ansätze zur Brückenbildung." Die Tagung richtet sich an aktiv an der Integrationsarbeit Beteiligte und Multiplikatoren. Weitere Infos unter Tel./Fax 01212 / 512797-259 bei Daniela Franzke, E-Mail: danielafranzke@web.de oder Frau Zucker, Tel. 0551/201-1834, E-Mail:
agee@gmx.net, Internet: www.uni-trier.de/uni/fb4/ethno/ageeFreiberg (Sachsen), 16. Oktober 2002
Die Freiwilligenbörse Freiberg, der Verein Hoffnung – Nadeshda e.V., die Stadtverwaltung Freiberg und die Stiftung Bürger für Bürger laden ein zu Projektpräsentationen, Informationsaustausch und kulturellem Programm, bei dem Aussiedler für ein Engagement angesprochen und gewonnen werden sollen.
Berlin, 11. bis 15. November 2002
Die Akademie für Ehrenamtlichkeit führt eine Schulung zum Freiwilligen-Manager speziell für die Arbeit mit Aussiedlern durch. Diese "IntensivSeminarWoche" richtet sich an Multiplikatoren, die das erworbene Wissen weitergeben. Die Teilnahmegebühr beträgt inklusiv Hotel, Vollverpflegung und aller Arbeitsmaterialien 60 Euro. Anmeldung und weitere Infos unter
www.ehrenamt.de oder bei der Akademie für Ehrenamtlichkeit, Gubener Str. 47, 10243 Berlin, Tel. 030 / 275 49 38, Mail: akademie@ehrenamt.de