Frauen

Frauen sind in allen ehrenamtlichen Tätigkeitsfeldern engagiert. Aufgrund der traditionellen Rollenaufteilung der Geschlechter besetzen sie oft weniger die lukrativen und öffentlichkeitswirksamen Ämter, sondern arbeiten eher an der Basis und im Hintergrund. Häufig gibt es bei den Organisationen und Vereinen gesonderte Frauenabteilungen, -arbeitsgruppen, -organisationen usw., zum Beispiel die Frauenabteilung des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

Aber ehrenamtliche Arbeit geht nicht nur von Frauen aus, sondern richtet sich auch auf Frauen: Ohne das Engagement von Frauen gäbe es die meisten Frauenprojekte - gerade Frauenhäuser und Frauennotruf - nicht oder sie wären nicht so erfolgreich. Ob Frauenbeiräte, Landfrauenverbände, Frauenhäuser, berufsständische Interessenvertretungen oder Mädchentreffpunkte - sie alle haben zum Ziel, Fraueninteressen mehr zu berücksichtigen und Ungleichheiten sowie Ungerechtigkeiten abzubauen. Bei Interesse an diesem ehrenamtlichen Bereich bieten kommunale Frauen- oder Gleichstellungsbeauftragte eine gute Anlauf- und Vermittlungsstelle vor Ort.

Unterfelder:
Frauenhäuser
Mütterzentren
Siehe auch
Interessenvertretung/Frauenpolitik

Zurück

Frauenhäuser
Gewalt gegen Frauen und Mädchen kommt in allen gesellschaftlichen Schichten und Altersgruppen vor. Die häusliche sexuelle Gewalt ist dabei sehr viel häufiger als die öffentliche. Mittlerweile gibt es ein recht breites Netz an Schutzeinrichtungen für Frauen und Mädchen, so neben Beratungsstellen und Notrufeinrichtungen über 300 Frauenhäuser bundesweit. Diese Einrichtungen wären ohne das große ehrenamtliche Engagement von Frauen nicht denkbar. Dabei gilt es, Spenden zu erringen, mit Behörden zu verhandeln, Texte und Maßnahmen für die Öffentlichkeitsarbeit zu entwickeln, gegebenenfalls Beratungen am Telefon und auch persönlich durchzuführen, die Zusammenarbeit mit anderen Frauenhäusern zu koordinieren, den täglichen Alltag zu organisieren und vieles mehr.
Die Frauen- oder Gleichstellungsbeauftragte ist eine gute Ansprechpartnerin, um über Möglichkeiten vor Ort Auskunft geben zu können. Oder Sie schauen ins Telefonbuch unter "Frau...". (Siehe auch
Interessenvertretung/Frauenpolitik) Top

Mütterzentren
Stillgruppe, Hausaufgabenhilfe, Buchhaltung, offene Kinderbetreuung, Kaffeeklatsch, Rhetorik oder Bauchtanz - Dies sind Stichwörter aus dem Angebotslexikon von Mütterzentren.
Mütterzentren sind eine Anlaufstelle für Frauen mit Kindern, die oft unter fehlenden Kommunikationsmöglichkeiten und fehlender Anerkennung leiden. Mütterzentren sind praktizierte Nachbarschaftshilfe, Selbsthilfegruppe, Anlaufstelle in Konfliktsituationen und Dienstleistungsunternehmen in einem. Neben dem Erfahrungs- und Informationsaustausch gibt es viele Angebote zur Entlastung der Familien. Das jeweilige Angebot wird von den Mütterzentren selbst bestimmt und richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen vor Ort.
Was heißt ehrenamtliches oder freiwilliges Engagement in einem Mütterzentrum?
Frauen engagieren sich in Mütterzentren für Kinderinteressen und für die Verbesserung der schlechten Ausgangslage von Müttern in unserer Gesellschaft. Dies tun sie zum Teil aus eigener Betroffenheit heraus. Es werden stets aktive Frauen gesucht (mit oder ohne Kind) für Öffentlichkeitsarbeit, für die tägliche Organisationsarbeit und für Kurse, Veranstaltungen oder Aktionen. Es gibt zur Zeit rund 300 Mütterzentren, davon aber nur sehr wenige in den neuen Bundesländern. Verschiedene Anlaufstellen ("Mütterbüros") auf Landes- bzw. Bundesebene bieten einen Überblick und Hilfe bei der Initiierung und dem Aufbau von Mütterzentren.
Top