2014

Staatssekretär des Bundesfamilienministeriums diskutiert mit Wirtschaft und Zivilgesellschaft über Eigensinn und Gemeinwohl des bürgerschaftlichen Engagements.

Diedersdorf, 27.09.2014. Zum neunten Mal trafen sich am 26. und 27. September 2014 auf Einladung der Stiftung Bürger für Bürger Expertinnen und Experten aus der Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zum jährlichen „Forum Bürgergesellschaft“. Beim diesjährigen Forum diskutierten die rund 30 Teilnehmenden die Frage: Engagement zwischen Selbstverwirklichung und Funktionalisierung. Muss vor dem Hintergrund des demographischen Wandels das bürgerschaftliche Engagement der Zukunft ein „Dienst für das Gemeinwohl“ sein? Welche Rolle spielen die vielfältigen Motive und Antriebsfedern der engagierten Bürgerinnen und Bürger mit ihrem eigenen Einmischungs- und Gestaltungswillen für die Innovationskraft, für eine lebendige und partizipative Bürgergesellschaft?

Nach der Begrüßung durch Ana-Maria Stuth, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Bürger für Bürger, eröffnete Prof. Dr. Adalbert Evers das Forum mit einem Einführungsvortrag zum Thema „Eigensinn versus Gemeinsinn“, den Dr. Ansgar Klein, Geschäftsführer des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement, kommentierte. Im darauf folgenden ersten Forum zeigten Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und Brigitta Wortmann, Senior Political Advisor bei der BP Europa SE in ihren Impulsvorträgen auf, wie Staat und Unternehmen mit der Zivilgesellschaft (besser) zusammenarbeiten können.

Am zweiten Tag setzte sich die Veranstaltung mit den Foren „Demografischer Wandel: Engagement zwischen Gestaltungschance und Daseinsvorsorge“ und „Eigensinn als Innovationsmotor für die Bürgergesellschaft versus Steuergelder für die Selbstverwirklichung“ fort. Die Themen wurden mit Impulsen von Dr. Gerhard Timm, Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, Uwe Amrhein, Leiter des Generali Zukunftsfonds, Manfred Bauer, Leiter der Koordinierungsstelle Bürgerschaftliches Engagement in der Staatskanzlei Brandenburg und Dr. Andreas Rickert, Geschäftsführer der Phineo gAg beleuchtet.

Die Veranstaltung wurde gefördert mit Mitteln des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg. Einzelne Vorträge und eine Zusammenfassung der Diskussion werden im Forschungsjournal Soziale Bewegungen veröffentlicht.